The Casulties – NY Street Punk im Monkeys

Mit „The Casulties“ heizte am 05.08.2016 eine großartige Streetpunk Band aus New York City dem Publikum im Monkeys Music Club gehörig ein. Mit dabei waren „Total Chaos“ aus Californien, „Topnovil“ aus Australien und als localsupport die „Disillusioned Motherfuckers„.

 

Disillusioned Motherfuckers und Topnovil

Da ich ausnahmsweise mal nicht zu Beginn des Konzertes anwesend war, kann ich zu den „Disillusioned Motherfuckers“ und zu „Topnovil“ leider nichts schreiben. Ich habe mir aber sagen lassen, dass gerade letztere eine tolle Show abgeliefert haben. Darum hört mal bei beiden Bands rein. Sie haben es mehr als verdient. Beim nächsten Mal bin ich wieder an vorderster Front dabei. Auch beim Support. Denn man weiß nie, was für Perlen man da entdeckt. Eine kleine Perle gab es allerdings im Pub zu bestaunen. In den Pausen saß Vanessa Cetin mit ihrem Akkordeon und rockte die Bude. Super Unterhaltung, die von den Gästen sehr gut aufgenommen wurde. Schöne Idee!

Total Chaos ohne Chaos

Als ich „Total Chaos“ das letzte Mal im Hafenklang gesehen hatte, war es ein unfassbar chaotisches Konzert, das in keinster Weise die Power der Punkband aus Kalifornien widerspiegelte. Damals waren sie müde und hatten am Vorabend eine verheerende Aftershowparty hinter sich gebracht.  Diesmal präsentierten sich die Jungs ganz anders. Sie waren laut, voller Energie und zogen ihre Show ohne Pausen mit Volldampf durch. Es war heiß und neben den krachenden Gitarren setzte sich Shouter Robert Clawson kräftig durch. Es ging aggressiv und politisch zu. Das Wasser tropfte schon fast von der Decke. Das war doch mal ein ganz anderer Schnack und sie hielten das ungemein hohe Tempo auch bis zum Schluss ihres einstündigen Sets durch.

 

The Casulties legten nach

Die New Yorker Streetpunker, „The Casulties„, die gerade ihr neues Album vorstellte, ließen sich von Total Chaos nicht die Butter vom Brot nehmen und legten locker noch einen drauf. Der ohnehin gut besuchte Club brodelte förmlich. Es wurde noch heißer, noch enger und noch schneller. Man konnte die Wut und die Enttäuschung einer von der Politik George W. Bushs gezeichneten Generation förmlich schmecken. Was für eine Power. Was für ein Tempo. Was für eine Hitze. Dafür waren die vielen Fans an diesem Abend in den Club gekommen. Bemerkenswert war, dass die Aggressionen sich zwar in der Pit und auf der Bühne entluden, alle dabei aber gut auf einander aufpassten. Gewalt ist da nicht zu finden. Unkontrolliert brutales Prügeln und wegtreten? Fehlanzeige. Gemeinsam wird getanzt, geschubst und geschwitzt. Wer hinfällt wird wieder aufgehoben. Gemeinsam gegen die Ungerechtigkeiten der Welt angeschrien. Ohne Gewalt, dafür mit viel Bier und mächtigem Gitarrenbrett. Ein bombastisches Punkkonzert, dass wieder Lust auf mehr machte.

Mehr gibts von den New Yorkern gerade auf ihrem brand neuen Album Chaos Sound. Reinhören lohnt sich!

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