The Mystery Lights bringen die 60s ins Molotow

Das Molotow brachten am 21.02.2017 mit den hochtalentierten „The Mystery Lights“ eine junge, wilde Garagenrock Band auf die Bühne, die uns auf eine herrliche Soundzeitreise mitnahm. Als Support war „The Wrong Society“ aus Hamburg mit dabei.

 

The Wrong Society mit technischen Problemen

Als „The Wrong Society“ aus Hamburg die kleine Bühne im Molotow betraten, durfte die Band sich über ein doch schon recht großes und gut gelauntes Publikum freuen. Das Quartett war sowohl optisch, als auch von den Instrumenten her klar einzuordnen und passten von daher auch zum Thema des Abends. Leider muss ich ausnahmsweise mal sagen, dass da nicht allzu viel mehr kam. Irgendetwas schien nicht zu stimmen. Ein langsamer Song reite sich an den anderen und nicht ein Lächeln oder auch nur ein Funken Spielfreude war zu sehen. Der Bass wummerte fürchterlich laut und war zudem auch noch laufend aus dem Takt. Es machte mir sehr den Anschein, dass entweder die Musiker generell nicht so wahnsinnig viel Spaß hatten oder sie sich tatsächlich nicht gehört haben und sich dementsprechend verunsichert durch ihr Set mühten. Man muss allerdings auch dazu bemerken, dass „The Wrong Society„, laut ihrer eigenen Beschreibung auf ihrer Facebook Seite, es auf kruden, leicht rumpeligen, melancholischen Sound, den man häufiger auf B-Seiten finden konnte, abzielen. Insofern passen die Songs dann auch wieder ins Bild.
Irgendwie lief da so einiges nicht ganz so ab, wie man sich das wünscht. Sogar der Tontechniker hatte eine komplette Kabelkiste auf der Bühnekante stehen lassen, die er erst während der Umbaupause bemerkte und wegräumte.
Schade eigentlich. Ich werde „The Wrong Society gerne noch eine Chance geben eines ihrer Konzert besuchen. Solche Abende gibt es leider. Da muss man durch. Beim nächsten Mal wirds besser.

 

The Mystery Lights: jung, wild und mit viel Tempo

The Mystery Lights“ präsentierten sich komplett gegenteilig. Auch bei ihnen war der Bass extrem laut. Nicht so schlimm wie noch beim Support aber immer noch deutlich zu laut. Der Tontechniker an diesem Abend hat anscheinend eine kleine Bassschwäche im Ohr. Die Band ließ sich jedoch nicht davon beeindrucken und rockte munter drauf los und nahmen uns auf eine kleine Zeitreise mit. Viele Einflüsse meiner alten Helden konnte ich da raushören. Ich glaube die stärksten Einflüsse in den hervorragend arrangierten Songs kommen von Bands wie „The Who“ und „The Kinks„. Laut, schnell und mit spannenden Melodiebögen versehende Songs brachen innerhalb von Millisekunden das Eis und begeisterten das Publikum. Allen voran leitete der junge Frontmann Mike Brandon die Band, wie einer, der schon seit 20 Jahren auf der Bühne steht. Absolute Vollprofis. Die Jungs kommen zwar aus den USA, bemerken konnte man dies nicht. „The Mystery Lights“ kommen wie ein britische Beatband daher, die man gerade aus der heimischen Garage geworfen hat, weil sie einfach zu laut für die Nachbarn sind. Das war wirklich großes Kopfkino und eine tolle Leistung. Besonders, wenn man bedenkt, dass das Quartett gerade erst mit ihrem selbstbetitelten Debut Album The Mystery Lights unterwegs sind. Auf jeden Fall mal reinhören, Freunde der gepflegten Gitarrenmusik werden voll auf ihre Kosten kommen.

 

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