Pussycat Kill rocken den Menschenzoo

Der 09.09.2016 entpuppte sich als heißer Spätsommerabend in der Punkrock Spelunke „Menschenzoo“ mit „Crass Defected Charakter“ und den spanischen Punkrockern „Pussycat Kill„.

 

Frischer Wind im Menschenzoo

Nachdem der „Kraken“, als Nachfolger des „Skorbut“ ein wenig an Erfolglosigkeit litt, wechselte nach relativ kurzer Zeit wieder der Inhaber und der Laden wurde zum „Menschenzoo“ . Seit dem weht ein frischer Wind durch den notorisch abgerockt aussehenden Laden. Das bedeutet mehr Konzerte und Experimentierfreudigkeit beim Booking. Also folgte ich dem Ruf von „Subcultura Booking“ und wollte aus nächster Nähe sehen, was die spanischen Punkrocker „Pussycat Kill“ wirklich drauf haben.

 

Crass Defected Charakter als Anheizer

Zum Start gab es eine Runde Hardcore  Punk von dem Hamburger Trio „Crass Defected Charakter„. Schnell und laut präsentierten sie ihre deutschsprachigen Songs und wußten durchaus zu beeindrucken. Der Bassist lässt ein wenig den Klischeepunker mit leichter Sid Vicious Attitüde raushängen und der Gitarrensound könnte mehr nach Röhre klingen. Aber ich denke aus dem Trio kommt auf jeden Fall noch ein bisschen was. Ambitioniert sind sie und der Gitarrist und Sänger macht einen ziemlich beeindruckenden Job. Gutes Timing im Gesang ist ei dem Tempo ein ziemlich wichtiger Faktor. Das hilft dem Publikum auch sehr dabei die recht komplexen Texte zu verstehen. Also hört mal bei den Jungs rein. Hier geht es zur Bandcamp Seite von „CDC“

 

Pussycat Kill performen mit viel Power und Können

Der Headliner des Abends kam aus Spanien und zeigte uns, dass man auch bei extremen Temperaturen ein hohes Tempo gehen kann, eine körperlich Anstrengende Show spielen und dabei auch verdammt gut spielen kann. „Pussycat Kill“ propagieren zwar auf ihrer Webseite, dass es ihnen egal ist, ob sie akkurat spielen, solange es intensiv ist, das eine schließt in diesem Fall zum Glück das andere nicht aus. Intensiv ist auf jeden Fall ein sehr guter Begriff um die Show der Spanier um Frontfrau Sophie zu beschreiben. Schnell, wild, heiß, laut und verdammt gut. Permanentes Touren und Live spielen Zahlt sich aus. Der Menschenzoo war mit ca. 80 Leuten gut gefüllt. Der Sound war beeindruckend gut, besonders wenn man bedenkt, wie klein der Laden ist und welche Lautstärke da allein schon ein Schlagzeug entwickeln kann. Hut ab. Das war mehr als gut und ein perfekter Einstand in ein tolles Konzert Wochenende.

Ihr Debutalbum Faster Than Punk* hat es wirklich in sich. Ein hervorragend produziertes Stück Punkrock. Sie haben immer den Fuß auf dem Gaspedal, immer getreu dem Motto: „Wer später bremst ist auch länger schnell!“ Ohne jedoch bei all der Power und Intensität auch Melodien und Harmonien zu vergessen.

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