Rock ’n‘ Roll Butterfahrt 11.0 – Tag 3

Das grandiose Finale läutete ein kleines Rumtasting bei „Heiner’s Duty Free“ im Oberland ein. Etwa 20 tapfere Piraten hatten sich aufgerafft und hatten sich zur Mittagszeit zum Rum testen getroffen. Sechs Sorten in komplett verschiedenen Geschmacksrichtungen hatte Heiner ausgewählt. Dazu gab es ein wenig Schokolade und Wasser um die Geschmacksnerven wieder frei zubekommen. Außerdem gab es natürlich auch einige Erklärungen und Hintergründe zu den Tropfen. Eine fröhliche Runde war das, die ich leider nach dem fünften Rum verlassen musste, da mir ein wenig die Zeit weglief.

Eine Schiffstaufe stand an. Also lief ich zum Hafen hinunter, wo Malle, Wiesel und Charles schon auf dem kleinen Kutter, der auf den Namen Moped getauft werden sollte warteten. Sie waren kurz vor der Butterfahrt von Cuxhaven nach Helgoland geschippert. Zumindest eine Teilstrecke. zwischen durch hatte der Motor schlapp gemacht und die Seenotrettung schleppte die kleine Moped nach Helgoland. Dort wurde der Motor zunächst wieder in Standgesetzt und wir konnten die Schiffstaufe stattfinden lassen. Also Schwimmwesten an und ab zum Dünenanleger. Die See war ein wenig unruhig und aus der Ferne sah es so aus, als würden wir gewaltig durchgeschüttelt werden. Es zwar kräftig geschaukelt, es war aber tatsächlich spaßiger als bedrohlich. Ein bisschen feucht vielleicht. Als uns eine Welle doch ein wenig heftiger erwischte wurde Charles aus seinem Kapitänssitz geschleudert und Malle mit dem Ellenbogen gegen die Seitenscheibe geschleudert. Ich bekam eine leichte  kalte Dusche und hatte einen riesigen Spaß dabei. Als wir in den Dünenhafen einfuhren erwartete uns ein unglaubliches Bild. Hunderte Butterfahrer waren zum Anleger gekommen um mit uns zu feiern. Es gab Helgoländer Kringel und die Moped wurde und lauten „Moped, Moped!“ Sprechchören mit Sekt und einer guten Flasche Rum getauft. Was für eine Kulisse!

Das Kinderfest sollte deshalb jedoch nicht zu kurz kommen. Also schnell zu den Milchzahnpiraten und mit ungefähr 80 Kindern einen Kinder 5-Kampf starten. Viele Helgoländer Kinder, einige Kinder von Urlaubern und natürlich der RNRB interne Nachwuchs durften wieder das Festival Gelände erkunden, mit Dose und Naie Piratenlieder singen, Tau ziehen und in vier weiteren Disziplinen sich einen Butterfahrt Becher gefüllt mit kleinen Schätzen verdienen. Wie schon in den Vorjahren war das Kinderfest wieder eine einzige Freude.

Die Bilder zum Kinderfest findet ihr hier. Der Zugang ist aus Sicherheitsgründen Passwort geschützt und wird nur für die Eltern der teilnehmenden Kinder zugänglich gemacht.

Eine wirkliche Pause bekamen wir eigentlich nicht. Das Festivalgelände wurde in Windeseile hergerichtet für die erste Band des Tages. Die „Backyard Band“ aus Köln spielten mit ihrer wilden Bluesrock Show das Gelände voll. Eine der besten Bands des Wochenendes. Blutjung und mit gewaltiger Spielfreude entfachte die bei Vom Ritchies Label Drumming Monkey unter Vertrag stehende Band eine erstaunliche Party. Nach dieser Truppe war auch der letzte Kater aus den Knochen geschüttelt.

Los Pepes“ aus San Miguel konnten mit ihrem Rock ’n‘ Roll die gute Stimmung, die die Backyard Band hinterlassen hatten, aufgreifen und weiter steigern. Das Gelände füllte sich immer mehr und es wurde überall getanzt und mit gesungen.

Barayan“ aus Russlands waren ein weiteres meiner persönlichen Highlights. Auch wenn diese Band in Hamburg ansässig ist, gehen ihren Angaben nach ihre Wurzeln bis in die UDSSR zurück. Für die meisten Butterfahrer waren die Texte, wie bei so einigen anderen Bands der 11.0 eher unverständlich, die Musik sprach natürlich ihre eigene Sprache. Und die war Druckvoll. Als Punk / Metal / Folk beschreiben sie ihre Musik und das kommt sehr gut hin. Jede Menge Druck und auch einige Hardcore Anleihen ließen viele Konzertgäste komplett durchdrehen.

Nun wurden die Sieger des Piraten-5-Kampfes und des Minigolfturniers bekannt gegeben. Hier beschränke ich mich auf den 5-Kampf denn für Minigolf hatte ich in diesem Jahr beim besten Willen keine Zeit. Den 3. Platz errang das Team Punkfred in Abwesenheit des gestürzten Titanen am Lebertran. 2. wurde „Der Kleine“ als Einzelkämpfer. Sieger wurde in diesem Jahr, ein Crewmitglied. André der „Lone Star“ war ebenfalls alleine angetreten um die Trophäe zu kämpfen.

The Offenders“ konnten mit ihrem Two Tone Ska ebenfalls kräftig abräumen. Sie waren ganz offensichtlich bester Laune und gaben kräftig Gas. Sie hatten ja auch die nicht ganz einfache Aufgabe die Stimmung noch weiter zu steigern. Das schaffte sie aber mit ordentlich Tempo und perfektem Spiel. Großartig! Da tanzte sogar der Fotograf.

Als Finale hatte Fabsi noch etwas ganz feines in der Kapitänsmütze. „The Real McKenzies“ aus Kanada hatten leichte Probleme bei der Anreise, nachdem ihr Gefährt einen hübschen Motorschaden hatte und Fabsi gefühlte 2000 Telefonate führen musste um Ersatz zu organisieren und die Band letztlich einzufliegen. Die Laune ließen sich die Kanadier mit Dudelsack und Kilts davon nicht versauen. Dafür sind sie auch schon viel zu lange im Geschäft. Zuerst sahen sie sich den kompletten Gig der Offenders an, um dann mit ihrer Erfahrung, Können und toller Musik  den Abschluss dieses wahnsinnig herrlichen Wochenendes zu bilden und uns glücklich und abgekämpft ins Bett schickten.

Ein riesen Dankeschön an alle, die da waren! Crew sowie Gäste! Ihr ward unglaublich! Kommt gut heim, wir sehen uns im nächsten Jahr!

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