Rock ’n‘ Roll Butterfahrt 13.0 – Tag 1

Was war das bitte für ein erster Festivaltag?
Als eine Stunde vor Eröffnung des Festivalgeländes der Himmel seine Pforten öffnete, sah es noch nach einem sehr nassen ersten Tag auf der Düne aus. Aber der Wettergott ist zum Glück Helgoländer und Rock ’n‘ Roller, denn pünktlich zum traditionellen Auftakt mit den Helgoländer Karkfinken kam die Sonne raus. Und sie war gekommen um zu bleiben.

Der Auftritt des ältesten Shanty Chors Deutschlands war ein sehr gelungener Auftakt. Sie haben nicht nur ganz hervorragend gesungen,  das Publikum machte ebenfalls begeistert mit. Der frisch gegründete Fan Club, die Karkfinken Ultras, schunkelten in der ersten Reihe als hätte die Düne im Sturm geschaukelt.

Flott ging es dann weiter. Unser internationales Line-up bot den Piraten eine Show, die wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Die Messlatte liegt auf jeden jetzt sehr hoch. Queens of Everything aus Prag gaben so viel Gas, dass es keine Minute dauerte, bevor die ersten Fans durch des Sand pogten.
Da ließen sich die Autoramas aus Brasilien nicht lumpen und zeigten eine mindestens genauso energetische Show. Was uns da auf der Bühne in den ersten paar Stunden gezeigt wurde, war jede Seemeile wert, die wir zurückgelegt haben.
Bei The Dead President aus Russland gab es eine gelungene Mischung aus Ska und Hardcore auf die Ohren. Deren Sänger dürfte als der Furcht einflößenste Zahnarzt der Welt durchgehen.
Get Dead aus San Francisco durften danach das große Finale vorbereiten. US-Punkrock der allerfeinsten Sorte brüllte aus den Boxen. Und wer sich bis dahin noch nicht in die Moshpit geworfen hatte, tat dieses spätestens nach dem ersten Song. Wie bei allen Bands zuvor, sprühten die US-Amerikaner nur so vor Spielfreude und Begeisterung.
Wem jetzt noch nicht warm war, besorgte sich noch einen Glühwein, bevor die bestens eingespielten Rogers das Line-up komplettierten. Nach vier Wochen auf Tour  waren die Düsseldorfer zwar stimmlich leicht angeschlagen aber dafür gab die Band doppelt soviel Gas. Das Grinsen in den Gesichtern auf und vor der Bühne wurde immer breiter. Spielfreude pur von exzellenten Musikern.

Nachdem das letzte Bier getrunken war, ging es dann zum Anleger, um wieder auf die Hauptinsel überzusetzen. Fabsi machte wie schon in den letzten Jahren zuvor den DJ und unterhielt die wartenden Seeräuber, unter die sich auch die Autoramas gemischt hatten. Sie konnten schnell noch ein wenig deutschsprachigen Punkrock lernten um diesen dann aus Leibeskräften mitzusingen.

Wir dürfen uns jetzt auf den zweiten Tag mit ebenso tollen Bands freuen. Mindestens genauso freue ich mich wieder auf die vielen tollen Menschen und menschlichen Geschichten, den Zusammenhalt und die verrückten Ideen unserer Rock ’n‘ Roll Butterfahrer!

Bis gleich! Ich brauch jetzt erstmal einen Kaffee und ein Rümchen. Prost!