Rock ’n‘ Roll Butterfahrt 13.0 – Tag 2

Was soll man da noch sagen? Die Rock ’n‘ Roll Butterfahrt 13.0 schickt sich an, Rekorde zu pulverisieren.
Am ersten Tag gaben sich die Highlights ja schon die Klinkenstecker in die Hand, am zweiten Tag sollten es nicht weniger werden.

Es hatte noch keine Band auf der Bühne gestanden, als die ersten unglaublich tollen Aktionen der 13.0 gestartet wurden. Rumtasting bei Heiner, Katerfrühstück in der Bunten Kuh mit sage und schreibe fünf Musik Acts und ein unglaublicher Piraten-Fünf-Kampf.

Dieser Piraten-Fünf-Kampf hatte es in sich. Denn kurz nachdem sich, laut meinen Informationen, zum ersten Mal eine Band dafür angemeldet hatte, war auch schon die zweite Musiker-Truppe am Start. Feine Sahne Fischfilet vs. Rantanplan = Rostock vs. St. Pauli.

Gleich zwei neue Disziplinen waren angesagt: Beim Robben ist garantiert kein Bart und kein Brusthaar-Tupet sandfrei geblieben. Beim Torwand-Schießen legte Influenzer-Fichli für Fortuna Düsseldorf mit seiner beeindruckenden „Ein-Schuss-ein-Treffer“-Taktik vor. St. Pauli konnte jedoch nicht nachziehen und wurde von keinem geringeren als Monschi schließlich mit einem Volltreffer aus der Arena geschossen. Und weil Monschi gerade so gut in Fahrt war, pulverisierte er noch schnell den Rum-Lebertran/Öl-Trink-Rekord von unserer Queen Melli. So sicherte er Feine Sahne Fischfilet dann auch den Sieg. Rantanplan waren dafür die ganz klaren Sieger der Herzen.

Tarakany! machten den Anfang und legten vor, als gäbe es keinen Morgen mehr. Dass aus Russland viele gute Musiker kommen, war bereits bekannt, wie die Truppe vorlegte war aber schlichtweg genial. Vollgas-Punkrock zum Wachwerden. Spätestens als sie „Schrei nach Liebe“ und „Disco in Moskau“ spielten war es um das Publikum geschehen.

Als zweites durften Rantanplan zeigen, dass sie die Piraten-Fünfkampf-Niederlage nicht nur sehr sportlich hinnahmen. Mit einer wahren Explosion gingen die St. Paulianer zu werke und lieferten ein fantastisches Konzert ab. Da war alles dabei, was einen Rantanplan Gig aus macht. Punkrock, Ska, Revolution und ein unbekanntes Pferd.

Mit Johnny Moped hat unser Captain Fabsi sich einen Traum erfüllt. Laut seiner Aussage hatte diese Englische Band sein Leben verändert und ihn zum Punkrock gebracht. Oldschool Punkrock vom Feinsten war angesagt. Jede Menge Hits wurden den Butterfahrern auf dem Silbertablett geliefert.

Dann war es endlich soweit. Die Mimmis starteten ihren jährlichen Auftritt auf der Düne. Der ersten Song wurde mit Anlauf verhauen aber „für Helgoland reicht es“ ja. Außerdem ist ja auch allgemein bekannt, dass der, der die Songs übt, seinen Mitmusikern in den Rücken fällt. Solange der Mexikaner-Nachschub von Ole Plogstedt gewährleistet ist, kann die Mimmis aber eh nichts schocken. Und weil wir schon beim Mexikaner waren und vom Saufen für die Robben noch ein paar Flaschen übrig waren, wurde noch fix die Wall of Mexikaner organisiert.

Möwe und die Ölmützen gaben uns die Möglichkeit soundmäßig erstmal ein wenig Pause zu bekommen. Dafür gab es jede Menge Seemansgarn und Schunkel-Shantys zuhören, bevor wir auf die Zielgerade einbogen.

Feine Sahne Fischfilet durften nach der Piraten-Fünf-Kampf-Preisverleihung dann endlich auf die Bühne und lieferten ein Konzert, dass noch lange in den Köpfen der Butterfahrer bleiben wird. So lange habe ich das Festival Gelände in all den Jahren nicht bis zum Anschlag gefüllt gesehen.