Tag 1: John Allen in der Astra Stube in Hamburg

Um 17 Uhr trafen wir uns an der Astra Stube. Die Stimmung war bestens. Die Nervosität war bei allen zu spüren. Allerdings auch die Vorfreude auf das, was da auf uns zu kam.
Ich glaube wirklich viel geschlafen hatte wohl keiner von uns. Bei mir waren es ein paar Stündchen und mein Job besteht eigentlich darin die Jungs mit der Kamera zu begleiten und ich trage nur sehr wenig zur Show bei. Gespannt war ich dennoch. Bin ich auch immer noch. Ich hatte ja die Möglichkeit genutzt schon bei den Proben dabei zu sein, hatte aber den Sound mit der kompletten Band noch nicht gehört. Wusste also nicht, wie die Songs denn nun eigentlich wirklich klingen, wenn sie Live gespielt werden.

Der Soundcheck verlief recht unkompliziert und der ei oder andere Song wurde noch kurz abgesprochen. Die beiden Supports „No King. No Crown“ aus Dresden und „Jo Bergeron“ aus Quebec Kanada, hatten nicht mehr viel zu tun. Der Sound war wirklich gut eingestellt und vorbereitet.
Leider mussten die Ticketbesitzer etwas länger vor der Tür warten, als eigentlich gedacht, da der Barmann der Astra Stube nicht aufgetaucht war und kurzfristig ersetzt werden musst. Kein Beinbruch, der Einlass verzögerte sich dadurch nur um etwa eine halbe Stunde. Was im Anbetracht der Temperaturen dann für für die Menschen draußen doch ein wenig ärgerlich war. Es wurde dennoch viel gelacht und die Stimmung war mehr als gut.
„No King. No Crown“ gaben den Startschuss mit leicht souligem Gesang und schönen Harmonien, leisen Klängen und viel Gefühl. Das Publikum stand dicht gedrängt vor der Bühne und auch „Jo Bergeron“ schaffte es das Publikum vor der Bühne zu halten, obwohl er 17 Tage nonstop gigs auf seiner Tournee hinter sich hatte und dem entsprechend ein wenig angeschlagen wirkte.

Als John Allen und seine Band dann endlich unter großem Applaus die Bühne betraten, war es uns eigentlich klar, dass es der letzte Gig in der Astra Stube sei würde. Der Tourmanager meinte noch, dass es möglich gewesen wäre einen doppelt so großen Laden voll zu machen. Davon angespornt gaben die Jungs um John Allen ein wirklich beeindruckendes Konzert. Nach 1,5 Stunden Tanzen, singen und rocken war der Gig im Kasten und wir konnten mit einem fetten Grinsen im Gesicht die Backline abbauen und für ein paar Stunden nach Hause … am nächsten Morgen sollte es um 6 Uhr pünktlich losgehen …

Es fällt mir ein bisschen schwer wirklich klare Gedanken zu fassen … was ich aber persönlich gerade erfahre, ist einfach eine kleine Reisegruppe mit, die sich bestens versteht und wir soviel lachen, dass es schon beinahe wehtut. Das hilft zwar nicht gegen die Müdigkeit, hebt die Stimmung aber ungemein. …

 

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